`:top
`! `*Enterobacter`* `! ist eine `F33f`_`[Gattung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gattung_(Biologie)]`_`f von `F33f`_`[Bakterien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bakterien]`_`f, die zu der `F33f`_`[Familie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Familie_(Biologie)]`_`f der `F33f`_`[Enterobacteriaceae`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Enterobacteriaceae]`_`f gehört und etwa 15 `F33f`_`[Arten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Art_(Biologie)]`_`f umfasst. Vertreter der Gattung `*Enterobacter`* kommen in fast allen Lebensräumen einschließlich des menschlichen `F33f`_`[Darms`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Darm]`_`f vor. Dort gehören sie zur normalen `F33f`_`[Darmflora`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Darmflora]`_`f. Die `F33f`_`[stäbchenförmigen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bakterien]`_`f Bakterienzellen werden in der `F33f`_`[Gram-Färbung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gram-Färbung]`_`f rot angefärbt und zählen daher zu der Gruppe der gramnegativen Bakterien. Sie sind in der Lage, sich mit Hilfe von `F33f`_`[Flagellen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Flagellum]`_`f aktiv zu bewegen. Sie können mit oder ohne `F33f`_`[Sauerstoff`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sauerstoff]`_`f leben und werden somit als `F33f`_`[fakultativ anaerobe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Anaerobie]`_`f Lebensformen bezeichnet. Wenn kein Sauerstoff vorhanden ist, führen sie zur `F33f`_`[Energiegewinnung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Energiestoffwechsel]`_`f eine `F33f`_`[Gärung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gärung]`_`f durch. Die für `*Enterobacter`* typische Gärung ist die `F33f`_`[2,3-Butandiol-Gärung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=2,3-Butandiol-Gärung]`_`f – dies ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu verwandten Gattungen.
Generelle Aussagen zur `F33f`_`[Pathogenität`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pathogenität]`_`f von `*Enterobacter`* als `F33f`_`[Krankheitserreger`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Krankheitserreger]`_`f sind schwierig: Es gibt Arten, die als nicht pathogen angesehen werden, aber ebenso Arten, die eine Krankheit beim Menschen hervorrufen können (Einstufung in die `F33f`_`[Risikogruppe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Biologische_Schutzstufe]`_`f 2 gemäß `F33f`_`[Biostoffverordnung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Biostoffverordnung]`_`f). Früher nahm man an, dass Vertreter der Gattung allenfalls als `F33f`_`[opportunistische Krankheitserreger`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Opportunistischer_Erreger]`_`f zu sehen sind, die bei Patienten mit einem bereits geschwächten `F33f`_`[Immunsystem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Immunsystem]`_`f `F33f`_`[Infektionskrankheiten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Infektionskrankheit]`_`f verursachen können. Die seit wenigen Jahrzehnten beobachtete `F33f`_`[Antibiotikaresistenz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Antibiotikaresistenz]`_`f von einigen `*Enterobacter`*-Arten (vor allem `*Enterobacter cloacae`*) führt dazu, dass sie mittlerweile als Erreger von im Krankenhaus erworbenen Infektionen – `F33f`_`[nosokomialen Infektionen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nosokomiale_Infektion]`_`f – von zunehmender Bedeutung sind. Darüber hinaus ist bemerkenswert, dass sich die `F33f`_`[Systematik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Systematik_(Biologie)]`_`f der Gattung bzw. verwandter Gattungen aufgrund `F33f`_`[phylogenetischer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Phylogenetik]`_`f Untersuchungen verschiedener `F33f`_`[Gene`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gen]`_`f beständig ändert. Dies hat dazu geführt, dass einige Bakterien-Arten inzwischen nicht mehr der Gattung `*Enterobacter`* zugerechnet werden, sondern anderen Gattungen, die zum Teil neu beschrieben wurden. So gehört beispielsweise der bei einigen Pflanzen vorkommende `*Enterobacter agglomerans`* seit 1989 zu einer eigenen Gattung `*`F33f`_`[Pantoea`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pantoea]`_`f`* und die medizinisch relevanten Arten `*Enterobacter aerogenes`* und `*Enterobacter sakazakii`* werden heute als `*`F33f`_`[Klebsiella aerogenes`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Klebsiella_aerogenes]`_`f`* beziehungsweise `*`F33f`_`[Cronobacter sakazakii`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cronobacter_sakazakii]`_`f`* geführt.
>>Contents
• `F0af`_`[Merkmale`#merkmale]`_`f
• `F0af`_`[Erscheinungsbild`#erscheinungsbild]`_`f
• `F0af`_`[Wachstum und Stoffwechsel`#wachstum-und-stoffwechsel]`_`f
• `F0af`_`[Chemotaxonomie`#chemotaxonomie]`_`f
• `F0af`_`[Pathogenität`#pathogenit-t]`_`f
• `F0af`_`[Nachweise`#nachweise]`_`f
• `F0af`_`[Biochemische Nachweise`#biochemische-nachweise]`_`f
• `F0af`_`[Weitere Nachweise`#weitere-nachweise]`_`f
• `F0af`_`[Systematik und Taxonomie`#systematik-und-taxonomie]`_`f
• `F0af`_`[Äußere Systematik`#u-ere-systematik]`_`f
• `F0af`_`[Innere Systematik`#innere-systematik]`_`f
• `F0af`_`[Etymologie und Eponyme`#etymologie-und-eponyme]`_`f
• `F0af`_`[Vorkommen`#vorkommen]`_`f
• `F0af`_`[Bedeutung`#bedeutung]`_`f
• `F0af`_`[Biotechnologie`#biotechnologie]`_`f
• `F0af`_`[Antibiotikaresistenzen`#antibiotikaresistenzen]`_`f
• `F0af`_`[Medizinische Bedeutung`#medizinische-bedeutung]`_`f
• `F0af`_`[Überwachungsprogramme`#berwachungsprogramme]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
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>>Merkmale
>>>Erscheinungsbild
Die `F33f`_`[Zellen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zelle_(Biologie)]`_`f von `*Enterobacter`*-Arten sind `F33f`_`[stäbchenförmig`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bakterien]`_`f und durch `F33f`_`[Flagellen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Flagellum]`_`f aktiv beweglich (`F33f`_`[motil`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Motilität]`_`f), Letzteres unterscheidet sie von der verwandten Gattung `*`F33f`_`[Klebsiella`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Klebsiella]`_`f`*. Die Flagellen (auch als Geißeln bezeichnet) sind `F33f`_`[peritrich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Flagellum]`_`f angeordnet. Eine einzelne Zelle hat eine Breite von etwa 0,5 `F33f`_`[µm`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Μm]`_`f bei einer Länge von 2–3 µm. In der `F33f`_`[Gram-Färbung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gram-Färbung]`_`f verhalten sich die Zellen gramnegativ, werden also durch die verwendeten Farbstoffe rosa bis rot angefärbt. Es werden keine Überdauerungsformen wie `F33f`_`[Endosporen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Endospore]`_`f gebildet.`:cite-ref-hormaeche-1-0[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f]`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-0[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
`:kolonie`aBei `*Enterobacter cloacae`* ist die `F33f`_`[Bakterienzellwand`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zellwand]`_`f von einer `F33f`_`[Kapsel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Glykokalyx]`_`f umgeben, die aus `F33f`_`[Polysacchariden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Polysaccharide]`_`f besteht. Sie sind an der Ausbildung von `F33f`_`[Biofilmen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Biofilm]`_`f beteiligt und verleihen den auf einem `F33f`_`[Nährboden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nährmedium]`_`f gewachsenen `F33f`_`[Bakterienkolonien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kolonie_(Biologie)]`_`f ein schleimiges Aussehen. Manchmal gibt es auch Zellen, denen die Kapsel fehlt,`:cite-ref-doi10-1007-bf02019020-3-0[`F5bf`_`[3`#cite-note-doi10-1007-bf02019020-3]`_`f] die gewachsenen Kolonien sehen dann eher rau aus, dies ist auf dem Bild oben zu erkennen. Auch andere `*Enterobacter`*-Arten bilden eine Kapsel aus,`:cite-ref-doi10-1099-ijsem-0-000821-4-0[`F5bf`_`[4`#cite-note-doi10-1099-ijsem-0-000821-4]`_`f] jedoch ergibt sich innerhalb der Gattung kein einheitliches Bild.`:cite-ref-med-mb1-5-0[`F5bf`_`[5`#cite-note-med-mb1-5]`_`f] Vertreter der Gattung `*Enterobacter`* zeigen gutes Wachstum auf gängigen Nährmedien.`:cite-ref-hormaeche-1-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f] Ihre Kolonien sind meist nicht besonders gefärbt, im Unterschied zu den gelblich gefärbten Kolonien von `*Cronobacter sakazakii`*.`:cite-ref-prokaryotes6-205-6-0[`F5bf`_`[6`#cite-note-prokaryotes6-205-6]`_`f]
>>>Wachstum und Stoffwechsel
Die Angehörigen der Gattung `*Enterobacter`* sind `F33f`_`[chemoorganotroph`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Chemotrophie]`_`f, d. h., sie bauen zur Energiegewinnung `F33f`_`[organische Stoffe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Organische_Chemie]`_`f ab. Sie sind fakultativ `F33f`_`[anaerob`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Anaerobie]`_`f: Wenn Sauerstoff vorhanden ist, können sie einen `F33f`_`[oxidativen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oxidation]`_`f `F33f`_`[Energiestoffwechsel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Energiestoffwechsel]`_`f durchführen, sie oxidieren die organischen Stoffe zu `F33f`_`[Kohlenstoffdioxid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kohlenstoffdioxid]`_`f (CO2) und Wasser; wenn kein Sauerstoff vorhanden ist, also unter `F33f`_`[anoxischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Anoxisch]`_`f Bedingungen, nutzen sie die `F33f`_`[2,3-Butandiol-Gärung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=2,3-Butandiol-Gärung]`_`f zur Energiegewinnung. Hierbei entstehen als Endprodukte vor allem in großen Mengen der `F33f`_`[Alkohol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Alkohole]`_`f `F33f`_`[2,3-Butandiol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=2,3-Butandiol]`_`f und `F33f`_`[CO2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kohlendioxid]`_`f, daneben in geringen Mengen u. a. verschiedene Säuren. Bei anderen Gattungen der Familie Enterobacteriaceae wie z. B. `*`F33f`_`[Escherichia`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Escherichia]`_`f`* und `*`F33f`_`[Salmonella`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Salmonella]`_`f`* ist die `F33f`_`[Gemischte Säuregärung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gemischte_Säuregärung]`_`f der anaerobe Energiestoffwechselweg, wobei im Gegensatz zu der Butandiolgärung große Mengen von Säuren (`F33f`_`[Essigsäure`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Essigsäure]`_`f, `F33f`_`[Milchsäure`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Milchsäure]`_`f und `F33f`_`[Bernsteinsäure`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bernsteinsäure]`_`f) als Endprodukte entstehen, aber kein Butandiol. Dieses Merkmal wird zur Unterscheidung der Enterobakterien-Gattungen genutzt`:cite-ref-brock-7-0[`F5bf`_`[7`#cite-note-brock-7]`_`f] (siehe `F33f`_`[Abschnitt Nachweise`#nachweise]`_`f). Wie bei den Enterobacteriaceae typisch, verlaufen der `F33f`_`[Katalase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Katalase]`_`f-Test positiv und der `F33f`_`[Oxidase-Test`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oxidase-Test]`_`f negativ.`:cite-ref-brock-7-1[`F5bf`_`[7`#cite-note-brock-7]`_`f]
Für die `F33f`_`[Kultivierung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mikroorganismenkultur]`_`f sind einfache Nährmedien geeignet, es sind keine besonderen `F33f`_`[Wachstumsfaktoren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Supplin]`_`f notwendig. Die Bakterien lassen sich beispielsweise auf `F33f`_`[Casein-Soja-Pepton-Agar`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Casein-Soja-Pepton-Agar]`_`f (CASO-Agar) anzüchten, auch `F33f`_`[Blutagar`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Blutagar]`_`f ist geeignet sowie `F33f`_`[Selektivnährmedien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Selektivnährboden]`_`f, die zur Isolierung und Unterscheidung von Vertretern der Enterobakterien geeignet sind, beispielsweise `F33f`_`[MacConkey-Agar`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=MacConkey-Agar]`_`f oder `F33f`_`[Eosin-Methylen-Blau`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eosin-Methylen-Blau]`_`f-Agar (EMB).`:cite-ref-prokaryotes6-205-6-1[`F5bf`_`[6`#cite-note-prokaryotes6-205-6]`_`f] `*Enterobacter`*-Arten sind `F33f`_`[mesophil`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mesophilie]`_`f, optimales `F33f`_`[Wachstum`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bakterielles_Wachstum]`_`f erfolgt in einem Temperaturbereich von 30 bis 37 °C, dabei sind nach eintägiger `F33f`_`[Inkubation`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Inkubator_(Biologie)]`_`f bereits Kolonien mit einem Durchmesser von 2–3 mm sichtbar. Einige Arten, z. B. `*E. cloacae`* wachsen auch bei niedrigeren Temperaturen (15–25 °C), beispielsweise im `F33f`_`[Brackwasser`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Brackwasser]`_`f von Küstenregionen mit gemäßigtem Klima.`:cite-ref-doi10-1007-bf02019020-3-1[`F5bf`_`[3`#cite-note-doi10-1007-bf02019020-3]`_`f]
>>>Chemotaxonomie
Der `F33f`_`[GC-Gehalt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=GC-Gehalt]`_`f, also der Anteil der `F33f`_`[Nukleinbasen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nukleinbasen]`_`f `F33f`_`[Guanin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Guanin]`_`f und `F33f`_`[Cytosin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cytosin]`_`f in der Bakterien-`F33f`_`[DNA`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DNA]`_`f, liegt bei 52–60 `F33f`_`[Molprozent`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Stoffmengenanteil]`_`f.`:cite-ref-brock-7-2[`F5bf`_`[7`#cite-note-brock-7]`_`f] Bestandteile der Bakterienzelle wirken als `F33f`_`[Antigene`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Antigen]`_`f, von diagnostischer Bedeutung sind die somatischen O-Antigene und die H-Antigene`:cite-ref-prokaryotes6-209-8-0[`F5bf`_`[8`#cite-note-prokaryotes6-209-8]`_`f] (man vergleiche das bei den Salmonellen angewendete `F33f`_`[Kauffmann-White-Schema`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kauffmann-White-Schema]`_`f).
>>>Pathogenität
Generelle Aussagen zur Pathogenität von `*Enterobacter`* sind schwierig, da sich die Systematik der Gattung bzw. verwandter Gattungen beständig ändert. Weiterhin liegt in älteren Berichten häufig eine Verwechslung oder nicht klare Unterscheidung von `*Enterobacter`* und `*Klebsiella`* vor.`:cite-ref-prokaryotes6-200-9-0[`F5bf`_`[9`#cite-note-prokaryotes6-200-9]`_`f] In der Vergangenheit als medizinisch relevant betrachtete Arten gehören mittlerweile nicht mehr der Gattung an (die bekannten Beispiele `*E. aerogenes`* und `*E. sakazakii`*).`:cite-ref-doi10-1099-ijsem-0-001572-10-0[`F5bf`_`[10`#cite-note-doi10-1099-ijsem-0-001572-10]`_`f]`:cite-ref-doi10-1099-ijs-0-65577-0-11-0[`F5bf`_`[11`#cite-note-doi10-1099-ijs-0-65577-0-11]`_`f] In der Fachliteratur werden oftmals gemeinsame Aussagen für `*E. cloacae`* und `*E. aerogenes`* gemacht,`:cite-ref-med-mb1-5-1[`F5bf`_`[5`#cite-note-med-mb1-5]`_`f]`:cite-ref-fosa-12-0[`F5bf`_`[12`#cite-note-fosa-12]`_`f] so dass mit Überführung der zuletzt genannten Bakterienart in die Gattung `*Klebsiella`* (2017) eine eindeutige Zuordnung von Aussagen zur Pathogenität problematisch ist.
Mitte des 20. Jahrhunderts wurden `*Enterobacter`*-Arten selten als pathogen bezeichnet, dies änderte sich durch den zunehmenden Verbrauch an `F33f`_`[Antibiotika`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Antibiotika]`_`f. Mittlerweile spielen mehrere Vertreter der Gattung bei `F33f`_`[nosokomialen Infektionen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nosokomiale_Infektion]`_`f („Krankenhausinfektionen“) eine Rolle, vor allem da sie gegen einige Antibiotika resistent sind.`:cite-ref-prokaryotes6-200-9-1[`F5bf`_`[9`#cite-note-prokaryotes6-200-9]`_`f] Durch Infektionen, die im Krankenhaus erfolgen, sind besonders `F33f`_`[immunsupprimierte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Immunsuppression]`_`f Patienten gefährdet,`:cite-ref-fosa-12-1[`F5bf`_`[12`#cite-note-fosa-12]`_`f] in dem Zusammenhang wird von `F33f`_`[Harnwegsinfekten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Harnwegsinfekt]`_`f und `F33f`_`[Bakteriämien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bakteriämie]`_`f berichtet. `*E. cancerogenus`* (`*E. taylorae`*) wurde 1987 bei einem Fall von `F33f`_`[Osteomyelitis`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Osteomyelitis]`_`f, einer infektiösen Entzündung des Knochenmarks, als Erreger genannt.`:cite-ref-prokaryotes6-200-9-2[`F5bf`_`[9`#cite-note-prokaryotes6-200-9]`_`f]
`*E. asburiae`*, `*E. bugandensis`*, `*E. cancerogenus`*, `*E. hormaechei`*, `*E. kobei`*, `*E. ludwigii`* und `*E. cloacae`* subsp. `*cloacae`* werden durch die `F33f`_`[Biostoffverordnung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Biostoffverordnung]`_`f in Verbindung mit der TRBA (`F33f`_`[Technische Regeln`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Technische_Regeln]`_`f für Biologische Arbeitsstoffe) 466 der `F33f`_`[Risikogruppe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Biologische_Schutzstufe]`_`f 2 zugeordnet. Die Arten `*E. mori`*, `*E. muelleri`*, `*E. siamensis`*, `*E. soli`*, `*E. tabaci`*, `*E. xiangfangensis`* und `*E. cloacae`* subsp. `*dissolvens`* gehören der Risikogruppe 1 an (sie werden als apathogen angesehen).`:cite-ref-trba-466-13-0[`F5bf`_`[13`#cite-note-trba-466-13]`_`f]
>>Nachweise
Für die Isolierung der Bakterien aus Umweltproben oder klinischem Material gibt es kein spezielles Nährmedium, das selektiv für `*Enterobacter`*-Arten ist. Stattdessen verwendet man Selektivnährmedien für Enterobakterien, mit dann folgender weiterer Identifizierung.
>>>Biochemische Nachweise
`F33f`_`[Biochemische`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Biochemisch]`_`f Merkmale, wie beispielsweise die vorhandenen `F33f`_`[Enzyme`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Enzym]`_`f und die daraus resultierenden `F33f`_`[Stoffwechseleigenschaften`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Metabolit]`_`f, können in einer `F33f`_`[Bunten Reihe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bunte_Reihe_(Labor)]`_`f zur Identifizierung von `*Enterobacter`*-Arten bzw. Unterscheidung dieser von anderen Vertretern der Enterobacteriaceae genutzt werden.`:cite-ref-prokaryotes6-205-6-2[`F5bf`_`[6`#cite-note-prokaryotes6-205-6]`_`f] Typischerweise wird der `F33f`_`[Voges-Proskauer-Test`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Voges-Proskauer-Reaktion]`_`f eingesetzt.`:cite-ref-hormaeche-1-2[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f] Durch den Test wird `F33f`_`[Acetoin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Acetoin]`_`f, ein Zwischenprodukt der 2,3-Butandiol-Gärung, nachgewiesen. `*Enterobacter`* und `*Klebsiella`* reagieren hierbei positiv, `*Escherichia`* hingegen negativ. Auch weitere Reaktionen im sogenannten `F33f`_`[IMViC`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=IMViC]`_`f-Testverfahren dienen der Unterscheidung von `*Escherichia`* und `*Enterobacter`*:`:cite-ref-brock-7-3[`F5bf`_`[7`#cite-note-brock-7]`_`f]
`t
| Mikroorganismus | Indolbildung | Methylrotprobe | Acetoinbildung | Citratverwertung |
|---|---|---|---|---|
| Escherichia coli | + | + | − | − |
| Enterobacter cloacae | − | − | + | + |
`t
Vertreter der Gattung `*Enterobacter`* verwerten die `F33f`_`[Kohlenhydrate`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kohlenhydrate]`_`f `F33f`_`[Glucose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Glucose]`_`f und `F33f`_`[Lactose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lactose]`_`f in einer `F33f`_`[Gärung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gärung]`_`f unter Bildung von Gas und Säure, bei der Vergärung von Glucose entsteht viel `F33f`_`[Kohlenstoffdioxid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kohlenstoffdioxid]`_`f (CO2), mindestens doppelt so viel wie `F33f`_`[Wasserstoff`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wasserstoff]`_`f (H2).`:cite-ref-hormaeche-1-3[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f] Bei einzelnen `F33f`_`[Bakterienstämmen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Stamm_(Systematik)]`_`f ergibt sich in Bezug auf die Lactoseverwertung kein einheitliches Bild, bei einigen Arten erfolgt daher die Angabe „variabel“, d. h., dass es sowohl Stämme gibt, die Lactose abbauen können, wie auch Stämme, die dies nicht tun. Bei Selektivnährmedien erfolgt der Nachweis des Lactoseabbaus häufig über die Säurebildung beim fermentativen Abbau des Kohlenhydrats, durch die Säurebildung verändert der im Nährmedium enthaltene `F33f`_`[pH-Indikator`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=PH-Indikator]`_`f seine Farbe. Manche Stämme zeigen möglicherweise ein negatives oder nur schwach positives Ergebnis, da zu wenig Säure produziert wird.`:cite-ref-prokaryotes6-205-6-3[`F5bf`_`[6`#cite-note-prokaryotes6-205-6]`_`f] Hingegen verläuft der `F33f`_`[ONPG-Test`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=ONPG-Test]`_`f positiv, auch wenn der Lactosenachweis durch Säurebildung nach 48-stündiger Inkubation negativ war.`:cite-ref-pmid2778068-14-0[`F5bf`_`[14`#cite-note-pmid2778068-14]`_`f] Dieser biochemische Nachweis zeigt, dass die Bakterien über das Enzym `F33f`_`[β-Galactosidase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Β-Galactosidase]`_`f verfügen, mit dem Lactose in die beiden Bestandteile Glucose und `F33f`_`[Galactose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Galactose]`_`f `F33f`_`[hydrolysiert`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hydrolyse]`_`f wird.
Zu den weiteren Kohlenhydraten, die viele Vertreter der Gattung verwerten können, gehören beispielsweise die `F33f`_`[Monosaccharide`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Monosaccharide]`_`f L-`F33f`_`[Arabinose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Arabinose]`_`f, L-`F33f`_`[Rhamnose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rhamnose]`_`f und D-`F33f`_`[Xylose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Xylose]`_`f, das `F33f`_`[Disaccharid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Disaccharid]`_`f D-`F33f`_`[Cellobiose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cellobiose]`_`f, das `F33f`_`[Trisaccharid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Trisaccharid]`_`f `F33f`_`[Raffinose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Raffinose]`_`f sowie der `F33f`_`[Zuckeralkohol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Alditole]`_`f D-`F33f`_`[Mannitol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mannit]`_`f.`:cite-ref-hormaeche-1-4[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f]`:cite-ref-prokaryotes6-205-6-4[`F5bf`_`[6`#cite-note-prokaryotes6-205-6]`_`f] Es erfolgt keine Bildung von `F33f`_`[Schwefelwasserstoff`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwefelwasserstoff]`_`f (H2S), hingegen verläuft die `F33f`_`[Äskulinspaltung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Äskulinspaltung]`_`f positiv, Äskulin wird hydrolysiert. Das Enzym `F33f`_`[Urease`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Urease]`_`f ist nicht vorhanden, somit kann `F33f`_`[Harnstoff`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Harnstoff]`_`f nicht abgebaut werden.`:cite-ref-hormaeche-1-5[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f] Zwar ist `*E. gergoviae`* Urease-positiv,`:cite-ref-prokaryotes6-205-6-5[`F5bf`_`[6`#cite-note-prokaryotes6-205-6]`_`f] wird aber nicht mehr zur Gattung gezählt (siehe `F33f`_`[Abschnitt Systematik`#systematik-und-taxonomie]`_`f). In Bezug auf weitere Enzyme, die in biochemischen Testsystemen geprüft werden, ist `F33f`_`[Ornithindecarboxylase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ornithindecarboxylase]`_`f (ODC) vorhanden – ein wichtiges Kriterium zur Unterscheidung der ODC-negativen Klebsiellen`:cite-ref-fomi-15-0[`F5bf`_`[15`#cite-note-fomi-15]`_`f] –, während die Enzyme `F33f`_`[Lysindecarboxylase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lysindecarboxylase]`_`f (LDC) und `F33f`_`[Arginindihydrolase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Arginindihydrolase]`_`f (ADH) nur bei einigen Arten vorkommen und somit zu deren Unterscheidung benutzt werden.`:cite-ref-hormaeche-1-6[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f]`:cite-ref-prokaryotes6-205-6-6[`F5bf`_`[6`#cite-note-prokaryotes6-205-6]`_`f]
Um die einzelnen `*Enterobacter`*-Arten zu identifizieren, eignen sich biochemische Tests, die auf dem Abbau verschiedener organischer Verbindungen beruhen und dabei gebildete Stoffwechselprodukte anzeigen, dafür können `F33f`_`[miniaturisierte Testsysteme`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Analytical_Profile_Index]`_`f verwendet werden. Bei den dafür zweckdienlichen Verbindungen handelt es sich beispielsweise um L-`F33f`_`[Fucose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fucose]`_`f, D-`F33f`_`[Lyxose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lyxose]`_`f, D-`F33f`_`[Maltitol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Maltit]`_`f, D-`F33f`_`[Melibiose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Melibiose]`_`f, `F33f`_`[Saccharose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Saccharose]`_`f und D-`F33f`_`[Sorbitol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sorbit]`_`f.`:cite-ref-prokaryotes6-205-6-7[`F5bf`_`[6`#cite-note-prokaryotes6-205-6]`_`f]
>>>Weitere Nachweise
Eine `F33f`_`[serologische`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Serologie]`_`f Unterscheidung verschiedener Stämme von `*E. cloacae`* ist möglich. Dabei werden `F33f`_`[Antikörper`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Antikörper]`_`f gegen die 53 somatischen O-`F33f`_`[Antigene`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Antigen]`_`f und die 56 durch die Flagellen begründeten H-Antigene verwendet. So lassen sich knapp 80 verschiedene `F33f`_`[Serotypen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Serotyp]`_`f unterscheiden. Das Verfahren findet aber noch keine Anwendung bei der `F33f`_`[epidemiologischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Epidemiologie]`_`f Untersuchung.`:cite-ref-prokaryotes6-209-8-1[`F5bf`_`[8`#cite-note-prokaryotes6-209-8]`_`f]`:cite-ref-med-mb6-16-0[`F5bf`_`[16`#cite-note-med-mb6-16]`_`f]
`F33f`_`[Molekularbiologische`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Molekularbiologie]`_`f Methoden sind gut geeignet zur Unterscheidung und damit zur Identifizierung verschiedener `*Enterobacter`*-Arten. Spezifisch ist der Nachweis bestimmter Teile des bakteriellen `F33f`_`[Genoms`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Genom]`_`f mit Hilfe des PCR-Verfahrens (`F33f`_`[Polymerase-Kettenreaktion`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Polymerase-Kettenreaktion]`_`f). Dabei werden Genabschnitte, die typisch für die Bakterienart sind, vervielfältigt (`F33f`_`[amplifiziert`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Amplifikation_(Genetik)]`_`f) und nachgewiesen. Ein 2012 entwickeltes Verfahren beruht auf der `*`F33f`_`[Real Time Quantitative PCR`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Real_Time_Quantitative_PCR]`_`f`* (`*q-PCR`*) von einer als `*dnaJ`* bezeichneten `F33f`_`[Nukleotidsequenz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nukleotidsequenz]`_`f. Dazu werden die Bakterien zunächst auf dem Selektivnährmedium `F33f`_`[Endo-Agar`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Endo-Agar]`_`f kultiviert und dann wird ihre `F33f`_`[DNA`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DNA]`_`f `F33f`_`[extrahiert`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DNA-Extraktion]`_`f. Ein zu dem Genabschnitt passendes `F33f`_`[Primer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Primer]`_`f-Paar ermöglicht die Vervielfältigung und quantitative Bestimmung der vorhandenen Genabschnitte und somit eine Identifizierung des Bakteriums. Das in Deutschland entwickelte Verfahren zielt auf den Nachweis von `*E. cloacae`* ab, der damit von den anderen Arten des sogenannten `*E. cloacae`* Komplexes (bestehend aus `*E. asburiae`*, `*E. cloacae`*, `*E. hormaechei`*, `*E. kobei`*, `*E. ludwigii`* und `*E. nimipressuralis`*) unterschieden werden kann.`:cite-ref-pmid22150997-17-0[`F5bf`_`[17`#cite-note-pmid22150997-17]`_`f] Weitere Abwandlungen des PCR-Verfahrens werden ebenfalls zur Identifizierung verwendet, beispielsweise mit zufällig vervielfältigter polymorpher DNA (`F33f`_`[RAPD`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=RAPD]`_`f), deren Variante AP-PCR (arbitrary primed PCR, PCR mit `F33f`_`[arbiträr`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Arbitrarität]`_`f – willkürlich – gewählten Primern) oder die `F33f`_`[repetitive sequenzbasierte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Repetitive_DNA]`_`f PCR (rep-PCR). Ein ebenfalls auf molekularbiologischen Methoden basierendes Untersuchungsverfahren ist die `F33f`_`[Pulsed-Field-Gelelektrophorese`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pulsed-Field-Gelelektrophorese]`_`f (PFGE), welche bei `F33f`_`[epidemischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Epidemie]`_`f Ausbrüchen in Neugeborenen-`F33f`_`[Intensivstationen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Intensivstation]`_`f zur Aufklärung über die beteiligten Erreger verwendet wird.`:cite-ref-fosa-12-2[`F5bf`_`[12`#cite-note-fosa-12]`_`f] PFGE wird ebenfalls zur Identifizierung von `*Cronobacter`* spp. benutzt.`:cite-ref-pmid17850301-18-0[`F5bf`_`[18`#cite-note-pmid17850301-18]`_`f]
Die Identifizierung mit Hilfe der `F33f`_`[MALDI-TOF`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=MALDI-TOF]`_`f-Methode in Kombination mit `F33f`_`[Massenspektrometrie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Massenspektrometrie]`_`f (MS) ist zwar geeignet, `*Enterobacter`* nachzuweisen, die Unterscheidung nah verwandter Arten (sogenannter `*E. cloacae`* Komplex) gelingt jedoch nicht zuverlässig.`:cite-ref-pmid22150997-17-1[`F5bf`_`[17`#cite-note-pmid22150997-17]`_`f] Auch eine weitere Untersuchung zeigt, dass zwar die Unterscheidung von `*E. cloacae`* Komplex und `*E. aerogenes`* (mittlerweile `*Klebsiella aerogenes`*) mittels MALDI-TOF MS möglich ist, die Abgrenzung innerhalb des Komplexes aber nicht eindeutig ist.`:cite-ref-pmid26239991-19-0[`F5bf`_`[19`#cite-note-pmid26239991-19]`_`f]
>>Systematik und Taxonomie
Beschreibungen von Bakterien, die sich auf `*Enterobacter`*-Arten zurückführen lassen, gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts (`*Bacillus cloacae`* Jordan 1890). `F33f`_`[Synonyme`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Synonym_(Taxonomie)]`_`f für `*Enterobacter`* sind `*Cloaca`* Castellani & Chalmers 1919 sowie `*Aerobacter`* Hormaeche & Edwards 1958,`:cite-ref-prokaryotes6-197-20-0[`F5bf`_`[20`#cite-note-prokaryotes6-197-20]`_`f] diese Namen sind jedoch nicht mehr gültig.`:cite-ref-approved-list-1980-21-0[`F5bf`_`[21`#cite-note-approved-list-1980-21]`_`f] Die Gattung `*Enterobacter`* ist nicht die `F33f`_`[Typusgattung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Typus_(Nomenklatur)]`_`f der Familie Enterobacteriaceae, dies ist die Gattung `*`F33f`_`[Escherichia`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Escherichia]`_`f`*. Damit wird von der Regel 21a in Verbindung mit Regel 9 der `F33f`_`[Nomenklatur`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nomenklatur_(Biologie)]`_`f gemäß dem `*Bakteriologischen Code`* (`F33f`_`[International Code of Nomenclature of Bacteria`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=International_Code_of_Nomenclature_of_Bacteria]`_`f) abgewichen, was 1958 durch Festlegung in der `*Judicial Opinion 15`* der `*Judicial Commission`* (etwa „richterliche oder unparteiische Kommission“) der `*Internationalen Kommission für die Systematik der Prokaryoten`* (`F33f`_`[International Committee on Systematics of Prokaryotes`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=International_Committee_on_Systematics_of_Prokaryotes]`_`f, ICSP) festgesetzt wurde.`:cite-ref-lpsn-22-0[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f] Typusart der Gattung ist `*Enterobacter cloacae`* (Jordan 1890) Hormaeche & Edwards 1960.
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:
Enterobacteriaceae
Die Gattung `*Enterobacter`* zählt zu der Familie der Enterobacteriaceae in der Ordnung Enterobacterales Adeolu et al. 2016, die zur Klasse der `F33f`_`[Gammaproteobacteria`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gammaproteobacteria]`_`f gehört.`:cite-ref-lpsn-22-1[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f] Zu der 2016 etablierten Ordnung der Enterobacterales gehören acht Familien mit insgesamt etwa 60 Gattungen. Die neu festgelegte und damit den Regeln des Bakteriologischen Codes (ICBN) entsprechende Typusgattung der Ordnung Enterobacterales Adeolu et al. 2016 ist die Gattung `*Enterobacter`*.`:cite-ref-adeolu-23-0[`F5bf`_`[23`#cite-note-adeolu-23]`_`f]`:cite-ref-lpsn-22-2[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f] Die Enterobacteriaceae bilden eine große Gruppe gramnegativer Bakterien, zu denen u. a. die Gattungen `*`F33f`_`[Citrobacter`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Citrobacter]`_`f`*, `*Escherichia`*, `*Klebsiella`*, `*`F33f`_`[Raoultella`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Raoultella]`_`f`*, `*`F33f`_`[Salmonella`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Salmonella]`_`f`* und `*`F33f`_`[Shigella`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Shigella]`_`f`* gehören, von denen einige Vertreter als `F33f`_`[Krankheitserreger`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Krankheitserreger]`_`f von Bedeutung sind.
Die Arbeit von Hormaeche und Edwards von 1960 basierte auf der Problematik, dass in der als `*Aerobacter`* bezeichneten Gattung (mit den damals anerkannten Arten `*Aerobacter aerogenes`* und `*Aerobacter cloacae`*) sowohl motile wie auch nicht-motile Bakterien eingeordnet wurden, wobei letztere der Gattung `*Klebsiella`* zuzuordnen wären, was durch serologische und biochemische Tests bereits damals bewiesen wurde. Die neue Bezeichnung als `*Enterobacter`* statt `*Aerobacter`* und die Beschreibung der typischen Merkmale sollte dabei helfen, den in dem Bereich tätigen Wissenschaftlern eine eindeutige Klassifizierung neu beschriebener Arten zu ermöglichen.`:cite-ref-hormaeche-1-7[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f] Eine Konsequenz daraus ist die 2017 erfolgte Reklassifizierung von `*Enterobacter aerogenes`* als `*Klebsiella aerogenes`*.`:cite-ref-doi10-1099-ijsem-0-001572-10-1[`F5bf`_`[10`#cite-note-doi10-1099-ijsem-0-001572-10]`_`f] Es war bereits 1971 erkannt worden, dass es sich bei `*E. aerogenes`* und `*K. mobilis`* um `F33f`_`[homotypische Synonyme`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Synonym_(Taxonomie)]`_`f handelt, da beide Arten den gleichen Typusstamm aufweisen.`:cite-ref-doi10-1099-00221287-66-3-279-24-0[`F5bf`_`[24`#cite-note-doi10-1099-00221287-66-3-279-24]`_`f] Ebenfalls wurde in der Vergangenheit diskutiert, `*Enterobacter`* aufgrund `F33f`_`[phänotypischer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Phänotyp]`_`f Ähnlichkeiten mit `*Klebsiella`* und weiteren Gattungen zum `F33f`_`[Tribus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tribus_(Biologie)]`_`f der Klebsielleae zu zählen.`:cite-ref-doi10-1099-00221287-66-3-279-24-1[`F5bf`_`[24`#cite-note-doi10-1099-00221287-66-3-279-24]`_`f] Die Rangstufe Tribus ist seit der Revision (1990) des `*International Code of Nomenclature of Bacteria`* (Bakteriologischer Code) nicht mehr üblich.
Weitere Untersuchungen zeigten, dass verschiedene Arten von `*`F33f`_`[Erwinia`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Erwinia]`_`f`* phänotypisch eher Arten der Gattung `*Enterobacter`* glichen, sie wurden daher in diese Gattung gestellt, beispielsweise `*Erwinia herbicola`* als `*Enterobacter agglomerans`*,`:cite-ref-prokaryotes6-197-20-1[`F5bf`_`[20`#cite-note-prokaryotes6-197-20]`_`f] die aber seit 1989 zu einer eigenen Gattung `*`F33f`_`[Pantoea`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pantoea]`_`f`* gehören.`:cite-ref-doi10-1099-00207713-39-3-337-25-0[`F5bf`_`[25`#cite-note-doi10-1099-00207713-39-3-337-25]`_`f] Vor allem durch genetische Untersuchungen, z. B. `F33f`_`[DNA-DNA-Hybridisierung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hybridisierung_(Molekularbiologie)]`_`f und Multi-`F33f`_`[Locus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Genlocus]`_`f `F33f`_`[Sequenzanalyse`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DNA-Sequenzanalyse]`_`f (`F33f`_`[MLSA`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Multilocus_Sequence_Analysis]`_`f, hierbei werden nur bestimmte Gene untersucht) veränderte sich die `F33f`_`[Systematik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Systematik_der_Bakterien]`_`f der Enterobakterien grundlegend. So wurde bei zahlreichen `*Enterobacter`*-Arten festgestellt, dass sie zu anderen, neu beschriebenen Gattungen gehören. Die Arbeiten von Brady et al. 2013 führten so zu der `F33f`_`[Erstbeschreibung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Erstbeschreibung]`_`f von `*`F33f`_`[Kosakonia`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kosakonia]`_`f`*, `*`F33f`_`[Lelliottia`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lelliottia]`_`f`* und `*Pluralibacter`*, sowie einer erweiterten Beschreibung der Gattungen `*`F33f`_`[Cronobacter`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cronobacter]`_`f`* und `*Enterobacter`*.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-1[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
>>>Innere Systematik
Untersuchungen im Zeitraum von 2004 bis 2005 von `*Enterobacter dissolvens`* ergaben, dass es sich um eine `F33f`_`[Unterart`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Unterart]`_`f (Subspezies) von `*E. cloacae`* handelt.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2004-12-010-26-0[`F5bf`_`[26`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2004-12-010-26]`_`f] Im gleichen Zeitraum wurden drei medizinisch relevante Subspezies von `*E. hormaechei`* beschrieben,`:cite-ref-doi10-1128-jcm-43-7-3297-3303-2005-27-0[`F5bf`_`[27`#cite-note-doi10-1128-jcm-43-7-3297-3303-2005-27]`_`f] die jedoch erst 2016 valide publiziert wurden.`:cite-ref-lpsn-22-3[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f] Wegen der durchaus schwierigen Unterscheidung nah verwandter Arten wird in der medizinischen Mikrobiologie der Begriff des sogenannten `*E. cloacae`* Komplexes verwendet, bestehend aus `*E. asburiae`*, `*E. cloacae`*, `*E. hormaechei`*, `*E. kobei`*, `*E. ludwigii`* und `*E. nimipressuralis`*.`:cite-ref-fomi-15-1[`F5bf`_`[15`#cite-note-fomi-15]`_`f]`:cite-ref-doi10-1128-jcm-43-7-3297-3303-2005-27-1[`F5bf`_`[27`#cite-note-doi10-1128-jcm-43-7-3297-3303-2005-27]`_`f] Andere Autoren verstehen darunter `*E. asburiae`*, `*E. cancerogenus`*, `*E. cloacae`* und `*E. ludwigii`*.`:cite-ref-pmid26239991-19-1[`F5bf`_`[19`#cite-note-pmid26239991-19]`_`f]
Aktuell (Stand Dezember 2019) werden in der Gattung folgende Arten und Unterarten geführt,`:cite-ref-lpsn-22-4[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f] `*E. cloacae`* ist die Typusart.`:cite-ref-approved-list-1980-21-1[`F5bf`_`[21`#cite-note-approved-list-1980-21]`_`f] Zusätzlich werden in der Liste auch Bakterien aufgeführt, die früher der Gattung `*Enterobacter`* angehörten, nun aber zu anderen Gattungen gestellt wurden, dies ist durch einen Pfeil hinter dem Namen mit Verweis auf die aktuelle Bezeichnung kenntlich gemacht.
• `*Enterobacter aerogenes`* Hormaeche & Edwards 1960 (Synonym `*Klebsiella mobilis`* Bascomb et al. 1971) → `*`F33f`_`[Klebsiella aerogenes`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Klebsiella_aerogenes]`_`f`* (Hormaeche & Edwards 1960) Tindall et al. 2017, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1099-ijsem-0-001572-10-2[`F5bf`_`[10`#cite-note-doi10-1099-ijsem-0-001572-10]`_`f]
• `*Enterobacter agglomerans`* Ewing & Fife 1972 → `*Pantoea agglomerans`* (Ewing & Fife 1972) Gavini et al. 1989, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1099-00207713-39-3-337-25-1[`F5bf`_`[25`#cite-note-doi10-1099-00207713-39-3-337-25]`_`f]
• `*Enterobacter amnigenus`* Izard et al. 1981 → `*Lelliottia amnigena`* (Izard et al. 1981) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter arachidis`* Madhaiyan et al. 2010 → `*Kosakonia arachidis`* (Madhaiyan et al. 2010) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-3[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter asburiae`* Brenner et al. 1988 emend. Hoffmann et al. 2005,`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2004-12-010-26-1[`F5bf`_`[26`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2004-12-010-26]`_`f] zuvor als “CDC Enteric group 17” bezeichnet`:cite-ref-fomi-15-2[`F5bf`_`[15`#cite-note-fomi-15]`_`f]
• `*Enterobacter bugandensis`* Doijad et al. 2016, sp. nov.`:cite-ref-doi10-1099-ijsem-0-000821-4-1[`F5bf`_`[4`#cite-note-doi10-1099-ijsem-0-000821-4]`_`f]
• `*Enterobacter cancerogenus`* (Urosevic 1966) Dickey & Zumoff 1988, comb. nov. (Synonym `*Erwinia cancerogena`* Urosevic 1966 (Approved Lists 1980)), zuvor als “CDC Enteric group 19” bezeichnet`:cite-ref-fomi-15-3[`F5bf`_`[15`#cite-note-fomi-15]`_`f]
• `*Enterobacter cloacae`* (Jordan 1890) Hormaeche & Edwards 1960
`*Enterobacter cloacae`* subsp. `*cloacae`* (Jordan 1890) Hoffmann et al. 2005 subsp. nov. `*Enterobacter cloacae`* subsp. `*dissolvens`* (Rosen 1922) Hoffmann et al. 2005 subsp. nov.
• `*Enterobacter cowanii`* Inoue et al. 2001 → `*Kosakonia cowanii`* (Inoue et al. 2001) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-4[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter dissolvens`* (Rosen 1922) Brenner et al. 1988 → `*E. cloacae`* subsp. `*dissolvens`* (Rosen 1922) Hoffmann et al. 2005 subsp. nov.
• `*Enterobacter gergoviae`* Brenner et al. 1980 → `*`F33f`_`[Pluralibacter gergoviae`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pluralibacter_gergoviae]`_`f`* (Brenner et al. 1980) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-5[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter helveticus`* Stephan et al. 2007 → `*Cronobacter helveticus`* (Stephan et al. 2007) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-6[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter hormaechei`* O’Hara et al. 1990`:cite-ref-pmid2778068-14-1[`F5bf`_`[14`#cite-note-pmid2778068-14]`_`f] emend. Hoffmann et al. 2016, zuvor als “CDC Enteric group 75” bezeichnet`:cite-ref-fomi-15-4[`F5bf`_`[15`#cite-note-fomi-15]`_`f]
`*Enterobacter hormaechei`* subsp. `*hormaechei`* Hoffmann et al. 2016 subsp. nov. `*Enterobacter hormaechei`* subsp. `*oharae`* Hoffmann et al. 2016 subsp. nov. `*Enterobacter hormaechei`* subsp. `*steigerwaltii`* Hoffmann et al. 2016 subsp. nov.
• `*Enterobacter intermedius`* corrig. Izard et al. 1980, sp. nov. → `*Kluyvera intermedia`* (Izard et al. 1980) Pavan et al. 2005, comb. nov.
• `*Enterobacter kobei`* Kosako et al. 1988 emend. Hoffmann et al. 2005,`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2004-12-010-26-2[`F5bf`_`[26`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2004-12-010-26]`_`f] zuvor als “NIH group 21” bezeichnet`:cite-ref-fomi-15-5[`F5bf`_`[15`#cite-note-fomi-15]`_`f]
• `*Enterobacter ludwigii`* Hoffmann et al. 2005 sp. nov.
• `*Enterobacter massiliensis`* Lagier et al. 2014 sp. nov.`:cite-ref-doi10-4056-sigs-3396830-28-0[`F5bf`_`[28`#cite-note-doi10-4056-sigs-3396830-28]`_`f] → `*Metakosakonia massiliensis`* (Lagier et al. 2014) Alnajar & Gupta 2017, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-meegid-2017-06-024-29-0[`F5bf`_`[29`#cite-note-doi10-1016-j-meegid-2017-06-024-29]`_`f]
• `*Enterobacter mori`* Zhu et al. 2011 sp. nov.
• `*Enterobacter muelleri`* Kämpfer et al. 2015 sp. nov.
• `*Enterobacter nimipressuralis`* (Carter 1945) Brenner et al. 1988, comb. nov. → `*Lelliottia nimipressuralis`* (Carter 1945) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-7[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter oryzae`* Peng et al. 2009, sp. nov. → `*Kosakonia oryzae`* (Peng et al. 2009) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-8[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter oryzendophyticus`* Hardoim et al. 2015, sp. nov. → `*Kosakonia oryzendophytica`* (Hardoim et al. 2015) Li et al. 2016, comb. nov.
• `*Enterobacter oryziphilus`* Hardoim et al. 2015, sp. nov. → `*Kosakonia oryziphila`* (Hardoim et al. 2015) Li et al. 2016, comb. nov.
• `*Enterobacter pulveris`* Stephan et al. 2008, sp. nov. → `*Cronobacter pulveris`* (Stephan et al. 2008) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-9[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter pyrinus`* Chung et al. 1993, sp. nov. → `*Pluralibacter pyrinus`* (Chung et al. 1993) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-10[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter radicincitans`* Kämpfer et al. 2005, sp. nov. → `*Kosakonia radicincitans`* (Kämpfer et al. 2005) Brady et al. 2013, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-11[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter sacchari`* Zhu et al. 2013, sp. nov. → `*Kosakonia sacchari`* (Zhu et al. 2013) Gu et al. 2014, comb. nov.
• `*Enterobacter sakazakii`* Farmer et al. 1980, sp. nov. → `*`F33f`_`[Cronobacter sakazakii`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cronobacter_sakazakii]`_`f`* (Farmer et al. 1980) Iversen et al. 2008, comb. nov.`:cite-ref-doi10-1099-ijs-0-65577-0-11-1[`F5bf`_`[11`#cite-note-doi10-1099-ijs-0-65577-0-11]`_`f]
• `*Enterobacter siamensis`* Khunthongpan et al. 2014, sp. nov.
• `*Enterobacter soli`* Manter et al. 2011, sp. nov.
• `*Enterobacter tabaci`* Duan et al. 2016, sp. nov.
• `*Enterobacter taylorae`* Farmer et al. 1985, sp. nov. → `*E. cancerogenus`* (Urosevic 1966) Dickey & Zumoff 1988, comb. nov.
• `*Enterobacter turicensis`* Stephan et al. 2007, sp. nov. → `*Cronobacter zurichensis`* (Stephan et al. 2007) Brady et al. 2013, nom. nov.`:cite-ref-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2-12[`F5bf`_`[2`#cite-note-doi10-1016-j-syapm-2013-03-005-2]`_`f]
• `*Enterobacter xiangfangensis`* Gu et al. 2014, sp. nov.
>>>Etymologie und Eponyme
Die Bezeichnung `*Enterobacter`* leitet sich von `*enteron`* (`F33f`_`[altgriechisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Altgriechische_Sprache]`_`f ἕντερον ‚Darm‘) und dem `F33f`_`[latinisierten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Latinisierung]`_`f Wort `*bacter`* für `F33f`_`[altgriechisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Altgriechische_Sprache]`_`f βακτηρΐα ‚Stab‘ ab, bedeutet folglich etwa „kleines Stäbchenbakterium im Darm“.`:cite-ref-lpsn-22-5[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f] Die Idee zu dieser Bezeichnung stammt von dem deutsch-dänischen Bakteriologen `F33f`_`[Fritz Kauffmann`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fritz_Kauffmann_(Mediziner)]`_`f.`:cite-ref-hormaeche-1-8[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f]
Für zahlreiche `*Enterobacter`*-Spezies wurde von den Wissenschaftlern, die sie erstmals beschrieben haben, ein `F33f`_`[Epitheton`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Epitheton]`_`f gewählt, das ein `F33f`_`[Eponym`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eponym_(Sprachwissenschaft)]`_`f darstellt, also ein Wort, das aus einem Eigennamen abgeleitet ist. `*E. hormaechei`* wurde zu Ehren von Estenio Hormaeche (uruguayischer Mikrobiologe) benannt, er hat zusammen mit Philip R. Edwards die Gattung definiert.`:cite-ref-pmid2778068-14-2[`F5bf`_`[14`#cite-note-pmid2778068-14]`_`f] Das Epitheton von `*E. ludwigii`* ist dem deutschen Mikrobiologen Wolfgang Ludwig gewidmet, der zur Verständlichkeit der Systematik der Bakterien beigetragen hat. Mary Alyce Fife-Asbury (US-amerikanische Mikrobiologin), Hans Emil Müller (deutscher Mikrobiologe) und Welton Taylor (US-amerikanischer Mikrobiologe) „standen Pate“ für `*E. asburiae`*, `*E. muelleri`* bzw. `*E. taylorae`*, die drei Wissenschaftler haben grundlegende Erkenntnisse über die Enterobacteriaceae erlangt und veröffentlicht.`:cite-ref-lpsn-22-6[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f]
Aber auch die Personen, die mit der Verwendung eines Eponyms ihre Kollegen geehrt haben, wurden umgekehrt von anderen Wissenschaftlern in einem Epitheton einer Subspezies erwähnt: Caroline M. O’Hara und Arnold G. Steigerwalt, beides US-amerikanische Mikrobiologen, die `*E. hormaechei`* erstbeschrieben haben, findet man in `*E. hormaechei`* subsp. `*oharae`* und `*E. hormaechei`* subsp. `*steigerwaltii`* wieder.`:cite-ref-lpsn-22-7[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f]
>>Vorkommen
Hormaeche und Edwards beschreiben in ihrem Artikel `*A proposed genus Enterobacter`* von 1960 das Vorkommen der damals bekannten zwei `*Enterobacter`*-Arten mit „widely distributed in nature.“ (deutsch: ‚In der Natur weit verbreitet.‘).`:cite-ref-hormaeche-1-9[`F5bf`_`[1`#cite-note-hormaeche-1]`_`f] Auch Jahrzehnte danach ist diese Aussage noch zutreffend, jedoch sollte bei Angaben zur `F33f`_`[Ökologie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ökologie]`_`f von `*Enterobacter`* beachtet werden, wie häufig sich die Systematik der Gattung bzw. verwandter Gattungen geändert hat.`:cite-ref-prokaryotes6-200-9-3[`F5bf`_`[9`#cite-note-prokaryotes6-200-9]`_`f] So wurde beispielsweise ein mit `F33f`_`[Pflanzen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pflanzen]`_`f assoziiertes Bakterium zunächst als `*Erwinia herbicola`*, dann als `*Enterobacter agglomerans`* und nun als `*Pantoea agglomerans`* bezeichnet.`:cite-ref-lpsn-22-8[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f]
Natürliche `F33f`_`[Habitate`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Habitat]`_`f der Vertreter der Gattung sind `F33f`_`[Gewässer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gewässer]`_`f, `F33f`_`[Abwasser`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Abwasser]`_`f, `F33f`_`[Brackwasser`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Brackwasser]`_`f, Pflanzen und `F33f`_`[Erdboden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Boden_(Bodenkunde)]`_`f. Mehrere Arten findet man auch auf der `F33f`_`[Haut`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Haut]`_`f und im `F33f`_`[Darm`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Darm]`_`f von `F33f`_`[Menschen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mensch]`_`f und `F33f`_`[Tieren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tier]`_`f, in `F33f`_`[Fleisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fleisch]`_`f, `F33f`_`[Rohmilch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rohmilch]`_`f und im `F33f`_`[Krankenhaus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Krankenhaus]`_`f.`:cite-ref-prokaryotes6-200-9-4[`F5bf`_`[9`#cite-note-prokaryotes6-200-9]`_`f] In Tierställen treten sie als `F33f`_`[Bioaerosole`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bioaerosol]`_`f in Größenordnungen von bis zu 104 `F33f`_`[koloniebildenden Einheiten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Koloniebildende_Einheit]`_`f pro Kubikmeter Luft auf.`:cite-ref-30[`F5bf`_`[30`#cite-note-30]`_`f] Beim Fund in Lebensmitteln ist eine `F33f`_`[Kontamination`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kontamination_(Medizin)]`_`f im Herstellungsprozess zu vermuten, dies trifft beispielsweise auf `F33f`_`[Milcherzeugnisse`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Milcherzeugnis]`_`f wie `F33f`_`[Joghurt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Joghurt]`_`f und `F33f`_`[Käse`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Käse]`_`f zu und kann auch bei pulverförmiger `F33f`_`[Säuglingsanfangsnahrung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Babynahrung]`_`f der Fall sein.`:cite-ref-fosa-12-3[`F5bf`_`[12`#cite-note-fosa-12]`_`f] In medizinischen Proben wie `F33f`_`[Urin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Urin]`_`f, `F33f`_`[Faeces`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Faeces]`_`f, `F33f`_`[Blut`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Blut]`_`f, `F33f`_`[Sputum`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sputum]`_`f und `F33f`_`[Wunden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wunde]`_`f wurden `*E. asburiae`*, `*E. cancerogenus`*, `*E. cloacae`* subsp. `*cloacae`* und `*E. hormaechei`* nachgewiesen. Hingegen wurde `*Enterobacter cloacae`* subsp. `*dissolvens`* nur in Umweltproben gefunden, erstmals wurde er 1922 von verrottenden Getreidehalmen isoliert.`:cite-ref-prokaryotes6-200-9-5[`F5bf`_`[9`#cite-note-prokaryotes6-200-9]`_`f] `*E. soli`* wurde 2011 aus Erdboden isoliert und ist in der Lage, `F33f`_`[Lignin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lignin]`_`f abzubauen.`:cite-ref-lpsn-22-9[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f]
Einige der in den letzten Jahren entdeckten Mitglieder der Gattung (`*E. bugandensis`*, `*E. kobei`*, `*E. ludwigii`* und `*E. massiliensis`*) wurden in medizinischem Untersuchungsmaterial entdeckt, wobei es sich dabei nicht zwangsläufig um Krankheitserreger handelt. `*E. massiliensis`* wurde im Rahmen einer systematischen Untersuchung der `F33f`_`[Darmflora`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Darmflora]`_`f isoliert, aus einer Stuhlprobe eines gesunden jungen Mannes aus dem Senegal.`:cite-ref-doi10-4056-sigs-3396830-28-1[`F5bf`_`[28`#cite-note-doi10-4056-sigs-3396830-28]`_`f] Mehrere Arten wurden neben ihrem Vorkommen in medizinischem Untersuchungsmaterial auch aus Umweltproben isoliert, `*E. cancerogenus`* von Bäumen, aus Wasser und Lebensmitteln, `*E. kobei`* aus Lebensmitteln und `*E. ludwigii`* aus Erdboden und Pflanzen.`:cite-ref-fomi-15-6[`F5bf`_`[15`#cite-note-fomi-15]`_`f] Andere `*Enterobacter`*-Arten wurden von Pflanzen isoliert und sind nach jetzigem Kenntnisstand typisch für diese, z. B. `*E. mori`* aus den `F33f`_`[Wurzeln`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wurzel_(Pflanze)]`_`f eines erkrankten Maulbeerbaums `*Morus alba`* L. (`F33f`_`[Weiße Maulbeere`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Weiße_Maulbeere]`_`f) oder `*E. muelleri`* aus der `F33f`_`[Rhizosphäre`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rhizosphäre]`_`f von `*Zea mays`* L. (`F33f`_`[Mais`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mais]`_`f).`:cite-ref-lpsn-22-10[`F5bf`_`[22`#cite-note-lpsn-22]`_`f]
>>Bedeutung
>>>Biotechnologie
Bestimmte Enzyme von `*Enterobacter`* können zu einer `F33f`_`[biotechnologischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Biotechnologie]`_`f Nutzung des Bakteriums bzw. seiner Gene führen. So wird das Enzym α-Acetolactatdecarboxylase (Acetyllactatdecarboxylase) verwendet, das in der 2,3-Butandiol-Gärung die `F33f`_`[Decarboxylierung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Decarboxylierung]`_`f von `F33f`_`[Acetyllactat`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Acetyllactat]`_`f bewirkt (Acetyllactat wird auch als 2-Acetolactat bzw. α-Acetolactat bezeichnet, es handelt sich um das `F33f`_`[Anion`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Anion]`_`f der 2-Hydroxy-2-methyl-3-oxobuttersäure), wobei Acetoin entsteht. Andererseits kann Acetyllactat ohne Einwirkung von Enzymen der `F33f`_`[oxidativen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oxidation]`_`f Decarboxylierung unterliegen und dadurch in `F33f`_`[Diacetyl`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Diacetyl]`_`f umgewandelt werden. Diacetyl ist eine `F33f`_`[organische Verbindung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Chemische_Verbindung]`_`f, die in geringer `F33f`_`[Konzentration`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konzentration_(Chemie)]`_`f einen ausgeprägten Geschmack und Geruch nach `F33f`_`[Butter`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Butter]`_`f aufweist und auch Bestandteil des natürlichen Butteraromas ist. Andererseits kann sie in `F33f`_`[Wein`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wein]`_`f und `F33f`_`[Bier`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bier]`_`f zu einem `F33f`_`[Fehlaroma`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fehlaroma]`_`f führen. Diacetyl kann enzymatisch mit Hilfe der Diacetylreduktase zu Acetoin `F33f`_`[reduziert`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Reduktion_(Chemie)]`_`f werden, was beim Prozess des `F33f`_`[Bierbrauens`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bierbrauen]`_`f durch die Brauhefe `*`F33f`_`[Saccharomyces cerevisiae`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Saccharomyces_cerevisiae]`_`f`* geschieht. Trotzdem können geringe Mengen an Diacetyl entstehen, die zu dem unerwünschten Fehlaroma führen. Daher wurde das Gen für die α-Acetolactatdecarboxylase aus `*Enterobacter`* durch `F33f`_`[Transformation`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Transformation_(Genetik)]`_`f in `*Saccharomyces cerevisiae`* übertragen. Durch die `F33f`_`[rekombinante`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rekombination_(Genetik)]`_`f Hefe konnte beim Brauprozess die Konzentration an Diacetyl in der `F33f`_`[Würze`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bierbrauen]`_`f verringert werden, da nun direkt Acetyllactat in Acetoin umgewandelt wurde.`:cite-ref-prokaryotes6-203-31-0[`F5bf`_`[31`#cite-note-prokaryotes6-203-31]`_`f]
Hingegen findet Diacetyl auch als `F33f`_`[Aromastoff`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Aroma]`_`f Verwendung, so dass seine biotechnologische Produktion von Interesse ist. Dazu wurde 2015 in einem Stamm von `*E. cloacae`* subsp. `*dissolvens`* das Gen für das Enzym α-Acetolactatdecarboxylase durch `F33f`_`[Gen-Knockout`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gen-Knockout]`_`f „abgeschaltet“. Außerdem wurden die Gene für die Enzyme, die Diacetyl zu Acetoin reduzieren, inaktiviert. Die `F33f`_`[gentechnisch veränderten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gentechnisch_veränderter_Organismus]`_`f Bakterien produzierten daraufhin in einem `F33f`_`[Fermenter`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bioreaktor]`_`f Diacetyl. Um die `F33f`_`[Ausbeute`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ausbeute_(Chemie)]`_`f zu erhöhen, erwies sich der Zusatz von `F33f`_`[Eisen(III)-Ionen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eisen]`_`f (Fe3+-Ionen) als hilfreich. Dadurch wurde die Diacetylkonzentration in der Fermenterbrühe auf 1,45 g/L gesteigert.`:cite-ref-pmid25761989-32-0[`F5bf`_`[32`#cite-note-pmid25761989-32]`_`f]
>>>Antibiotikaresistenzen
Eine `F33f`_`[Antibiotikaresistenz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Antibiotikaresistenz]`_`f liegt vor, wenn ein bestimmtes Bakterium `F33f`_`[resistent`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Resistenz]`_`f („widerstandsfähig“) gegen ein bestimmtes `F33f`_`[Antibiotikum`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Antibiotikum]`_`f ist, durch dieses also nicht im Wachstum gehemmt wird. Andersherum ausgedrückt ist das Antibiotikum gegen das Bakterium nicht wirksam. Bei Bakterien wird manchmal zwischen einer natürlichen (engl. `*natural(ly)`*) und einer erworbenen (engl. `*acquired`*) Resistenz unterschieden.`:cite-ref-prokaryotes6-203-31-1[`F5bf`_`[31`#cite-note-prokaryotes6-203-31]`_`f]
Die Vertreter der Gattung `*Enterobacter`* besitzen eine natürliche Resistenz gegen bestimmte `F33f`_`[β-Lactam-Antibiotika`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Β-Lactam-Antibiotika]`_`f, da sie in ihrem `F33f`_`[Bakterienchromosom`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bakterienchromosom]`_`f über einen `F33f`_`[induzierbaren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Induktion_(Genetik)]`_`f Genabschnitt verfügen, dessen Genprodukt das Enzym Cephalosporinase ist. Cephalosporinasen sind eine Untergruppe der `F33f`_`[β-Lactamasen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Β-Lactamasen]`_`f, die den β-Lactam-Ring dieser Antibiotikagruppe aufspalten und sie so unwirksam machen. Bakterienstämme des `*Enterobacter cloacae`* Komplexes (einschließlich `*E. asburiae`* und `*E. hormaechei`*) sind dadurch resistent gegen `F33f`_`[Aminopenicilline`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Aminopenicillin]`_`f und `F33f`_`[Cephalosporine`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cephalosporine]`_`f der 1. Generation. Gegen `F33f`_`[Carboxypenicilline`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Penicilline]`_`f hingegen sind sie sensitiv (empfindlich), bei den Cephalosporinen der 2. Generation sind einige und bei den Cephalosporinen der 3. Generation die meisten Antibiotika wirksam.`:cite-ref-prokaryotes6-203-31-2[`F5bf`_`[31`#cite-note-prokaryotes6-203-31]`_`f] Das als ampC bezeichnete `F33f`_`[Gen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gen]`_`f `F33f`_`[codiert`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Genetischer_Code]`_`f für das als AmpC-Beta-Lactamase (in diesem Fall eine Cephalosporinase) bezeichnete Enzym. Einer 2008 durchgeführten Studie zufolge ist es in allen untersuchten `*Enterobacter`*-Isolaten vorhanden. Durch eine `F33f`_`[Mutation`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mutation]`_`f kann es zu einer `F33f`_`[Überexpression`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Überexpression]`_`f der in dem Bakterienchromosom codierten AmpC-Beta-Lactamase kommen und dadurch bedingt zur Resistenz gegen Cephalosporine höherer Generationen und Cephamycine wie `F33f`_`[Cefoxitin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cefoxitin]`_`f, Cefotetan und Cefmetazol.`:cite-ref-fosa-12-4[`F5bf`_`[12`#cite-note-fosa-12]`_`f]
Die Gene für eine erworbene Resistenz sind häufig auf einem `F33f`_`[Plasmid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Plasmid]`_`f lokalisiert. Dies gilt beispielsweise für die plasmidcodierte `F33f`_`[Penicillinase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Penicillinase]`_`f oder die plasmidcodierte `*Extended Spectrum β-Lactamase`* (`F33f`_`[ESBL`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Β-Lactamasen]`_`f). Bakterienstämme des `*Enterobacter cloacae`* Komplexes sind durch eine erworbene Resistenz in der Lage, Carboxypenicilline (z. B. Carbenicillin) und `F33f`_`[Ureidopenicilline`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ureidopenicilline]`_`f (`F33f`_`[Mezlocillin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mezlocillin]`_`f) sowie Cephalosporine der 3. Generation (z. B. `F33f`_`[Cefotaxim`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cefotaxim]`_`f) zu inaktivieren.`:cite-ref-prokaryotes6-203-31-3[`F5bf`_`[31`#cite-note-prokaryotes6-203-31]`_`f] Damit sind sie gegen zwei der vier im `F33f`_`[MRGN`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=MRGN]`_`f-System (multiresistente gramnegative Bakterien) definierten Antibiotikaklassen resistent. Eine Multiresistenz wird bei `*Enterobacter`* spp. eher durch eine Überexpression der chromosomal codierten AmpC verursacht, eine plasmidcodierte ESBL kommt daneben vor.`:cite-ref-bundesgesbl-2012-33-0[`F5bf`_`[33`#cite-note-bundesgesbl-2012-33]`_`f] Laut eines Berichts des ECDC (`F33f`_`[Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Europäisches_Zentrum_für_die_Prävention_und_die_Kontrolle_von_Krankheiten]`_`f) wiesen im Jahr 2016 32 % der `*Enterobacter`*-Isolate eine Resistenz gegen Cephalosporine der 3. Generation auf, diese Daten stammen aus dem europäischen Surveillance-System TESSy.`:cite-ref-ecdc-2016-34-0[`F5bf`_`[34`#cite-note-ecdc-2016-34]`_`f]
Zuletzt wurde auch über Vertreter der Gattung `*Enterobacter`* berichtet, die gegen `F33f`_`[Carbapeneme`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Carbapeneme]`_`f und somit gegen eine weitere der im MRGN-System definierten vier Antibiotikaklassen resistent sind. Die Resistenz gegenüber Carbapenemen ist noch eher selten und kann durch die zuvor erwähnte AmpC-Beta-Lactamase oder ESBL in Kombination mit einem `F33f`_`[Porinverlust`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Porine]`_`f verursacht werden. Aber auch `F33f`_`[Carbapenemase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Β-Lactamasen]`_`f-produzierende Vertreter wurden bereits isoliert. In Deutschland war bei `*E. cloacae`* 2010 die VIM-1 (Verona-Integron-Metallo-β-Lactamase) die am häufigsten identifizierte Carbapenemase.`:cite-ref-bundesgesbl-2012-33-1[`F5bf`_`[33`#cite-note-bundesgesbl-2012-33]`_`f] Nach dem Bericht des ECDC wiesen 2,6 % der `*Enterobacter`* spp. Isolate eine Resistenz gegen Carbapeneme auf, untersucht wurden 1.435 Isolate aus im Rahmen von TESSy im Jahr 2016 erhobenen Daten aus 14 Staaten.`:cite-ref-ecdc-2016-34-1[`F5bf`_`[34`#cite-note-ecdc-2016-34]`_`f] Der ebenfalls vom ECDC 2013 veröffentlichte Zwischenbericht über `*European survey on carbapenemase-producing Enterobacteriaceae`* (EuSCAPE) lieferte Daten aus 38 Staaten, demnach sind in Estland und Litauen `*Enterobacter`* spp. die bei den Enterobacteriaceae dominierenden Arten in Bezug auf Carbapenemase-Produktion. Die meisten Staaten (33) gaben hingegen `*Klebsiella pneumoniae`* als wichtigsten Vertreter an.`:cite-ref-ecdc-2013-35-0[`F5bf`_`[35`#cite-note-ecdc-2013-35]`_`f] Die nach dieser Bakterienart benannten Carbapenemasen (`F33f`_`[KPC-1`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Multiresistenz]`_`f, KPC-2 usw.) sind jedoch nicht auf `*Klebsiella`*-Arten beschränkt, sondern können – da sie plasmidcodiert sind – durch `F33f`_`[horizontalen Gentransfer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Horizontaler_Gentransfer]`_`f zwischen verschiedenen gramnegativen Bakterienarten ausgetauscht werden.`:cite-ref-bundesgesbl-2012-33-2[`F5bf`_`[33`#cite-note-bundesgesbl-2012-33]`_`f] 2004 wurde erstmals über `*Enterobacter`*-Isolate mit einer plasmidcodierten KPC-2 β-Lactamase (in diesem Fall eine Carbapenemase) berichtet. Der Patient, von dem die Isolate stammten, wurde 2001 in einem Krankenhaus in `F33f`_`[Boston`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Boston]`_`f behandelt und litt an `F33f`_`[Sepsis`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sepsis]`_`f, die durch verschiedene Bakterien verursacht worden war. Die zunächst nicht näher spezifizierten `*Enterobacter`*-Isolate wurden mit verschiedenen Untersuchungsverfahren als `*E. cloacae`* oder `*E. asburiae`* identifiziert, wobei eine exakte Zuordnung nicht möglich war.`:cite-ref-pmid15504876-36-0[`F5bf`_`[36`#cite-note-pmid15504876-36]`_`f]
Während 1970 noch alle `*E. cloacae`* Stämme empfindlich gegen `F33f`_`[Gentamicin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gentamicin]`_`f waren, ein `F33f`_`[Aminoglycosidantibiotikum`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Aminoglycoside]`_`f, änderte sich das im Verlauf der 1970er Jahre rapide. Ursache dafür sind die auf einem Plasmid lokalisierten AME-Gene, die für die Aminoglycosid-modifizierenden Enzyme `F33f`_`[codieren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Genetischer_Code]`_`f, die die Struktur dieser Antibiotikagruppe so verändern, dass sie nicht mehr wirksam sind. Neben Gentamicin sind u. a. `F33f`_`[Tobramycin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tobramycin]`_`f und `F33f`_`[Amikacin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Amikacin]`_`f betroffen.`:cite-ref-prokaryotes6-203-31-4[`F5bf`_`[31`#cite-note-prokaryotes6-203-31]`_`f]
Die Antibiotikaresistenz wird im Labor durch ein `F33f`_`[Antibiogramm`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Antibiogramm]`_`f ermittelt. Dabei kommt häufig die Kirby-Bauer-Methode zum Einsatz, bei der in einem Agardiffusionstest auf `F33f`_`[Müller-Hinton-Agar`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Müller-Hinton-Agar]`_`f mit einer verteilten `F33f`_`[Suspension`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Suspension_(Chemie)]`_`f des Bakteriums kleine kreisförmige Filterplättchen gelegt werden, die verschiedene Antibiotika in definierter Menge enthalten. Mehrere Erstbeschreibungen von `*Enterobacter`*-Arten enthalten die Ergebnisse dieser Antibiogramme, beispielsweise `*E. bugandensis`*,`:cite-ref-doi10-1099-ijsem-0-000821-4-2[`F5bf`_`[4`#cite-note-doi10-1099-ijsem-0-000821-4]`_`f] `*E. hormaechei`*`:cite-ref-pmid2778068-14-3[`F5bf`_`[14`#cite-note-pmid2778068-14]`_`f] und `*E. massiliensis`*.`:cite-ref-doi10-4056-sigs-3396830-28-2[`F5bf`_`[28`#cite-note-doi10-4056-sigs-3396830-28]`_`f]
Auch das PCR-Verfahren kann verwendet werden. Es zielt auf die Gene ab, die für die Antibiotikaresistenzen der Bakterien verantwortlich sind, da durch sie die Enzyme codiert sind, die die Antibiotika abbauen oder verändern und damit unwirksam machen. Im Jahr 2015 wurden mittels PCR 77 `*Enterobacter`*-Isolate untersucht, die an nosokomialen Infektionen („Krankenhausinfektionen“) in Algerien (27 Proben) und Frankreich (50 Proben) beteiligt waren und von denen angenommen wurde, dass es sich um `*E. cloacae`* handelt. Das PCR-Verfahren ergab, dass 29 Isolate mindestens ein ESBL-codierendes Gen und 28 Isolate `*AME`*-Gene (Aminoglycosid-modifizierende Enzyme) aufwiesen. Die relative und absolute Häufigkeit positiver Befunde war bei den aus Algerien stammenden Proben (18 bzw. 20) größer als bei den aus Frankreich stammenden (11 bzw. 8).`:cite-ref-pmid26239991-19-2[`F5bf`_`[19`#cite-note-pmid26239991-19]`_`f]
>>>Medizinische Bedeutung
Die humanmedizinische Relevanz der in der Gattung verbliebenen Arten ist noch Gegenstand der Forschung. Man nimmt an, dass sie neben den im `F33f`_`[Abschnitt Pathogenität`#pathogenit-t]`_`f erwähnten Fällen von `F33f`_`[Infektionskrankheiten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Infektionskrankheit]`_`f, die durch `*Enterobacter`*-Arten verursacht wurden, auch für `F33f`_`[Infektionskrankheiten der unteren Atemwege`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Atemwegsinfektion]`_`f, `F33f`_`[Lungenentzündungen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lungenentzündung]`_`f (Pneumonien), Infektionskrankheiten der `F33f`_`[Haut`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Haut]`_`f und des `F33f`_`[Weichgewebes`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Weichgewebe]`_`f, ophthalmische (das Auge betreffende) Infektionskrankheiten, `F33f`_`[Endokarditis`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Endokarditis]`_`f sowie `F33f`_`[septische Arthritis`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pyarthros]`_`f verantwortlich sein können. Bei den meisten Fällen handelt es sich um im Krankenhaus erworbene (nosokomiale) Infektionen.`:cite-ref-fosa-12-5[`F5bf`_`[12`#cite-note-fosa-12]`_`f] Arten, die aus medizinischen Proben im Krankenhaus oder im Zusammenhang mit nosokomialen Infektionskrankheiten isoliert wurden, werden als `F33f`_`[opportunistische Krankheitserreger`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Opportunistischer_Erreger]`_`f angesehen.`:cite-ref-doi10-1099-ijsem-0-000821-4-3[`F5bf`_`[4`#cite-note-doi10-1099-ijsem-0-000821-4]`_`f] Problematisch ist die verbreitete Resistenz gegen mehrere Antibiotika, so dass sie als Erreger nosokomialer Infektionskrankheiten von zunehmender Bedeutung sind.`:cite-ref-med-mb1-5-2[`F5bf`_`[5`#cite-note-med-mb1-5]`_`f]`:cite-ref-fomi-15-7[`F5bf`_`[15`#cite-note-fomi-15]`_`f]`:cite-ref-bundesgesbl-2012-33-3[`F5bf`_`[33`#cite-note-bundesgesbl-2012-33]`_`f] Hingegen spielen `*Enterobacter`*-Arten, anders als `*Cronobacter sakazakii`*, bei `F33f`_`[Lebensmittelinfektionen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lebensmittelvergiftung]`_`f epidemiologisch keine Rolle.`:cite-ref-fosa-12-6[`F5bf`_`[12`#cite-note-fosa-12]`_`f]
Von Infektionen, die im Krankenhaus erfolgen, sind vor allem `F33f`_`[immunsupprimierte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Immunsuppression]`_`f Patienten betroffen. Weiterhin sind `F33f`_`[Neugeborene`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Neugeborene]`_`f gefährdet, bei denen insbesondere die Kriterien `F33f`_`[Frühgeburt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Frühgeburt]`_`f, geringes Geburtsgewicht, Anwendung `F33f`_`[invasiver medizinischer Verfahren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Invasion_(Medizin)]`_`f und zu häufige Verwendung von Antibiotika Risikofaktoren sind. Mit den neonatalen Infektionskrankheiten werden `*E. cloacae`* und `*E. hormaechei`* in Verbindung gebracht, neben den nicht mehr zur Gattung zählenden `*C. sakazakii`* (`F33f`_`[Nekrotisierende Enterokolitis`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nekrotisierende_Enterokolitis]`_`f bei `*Cronobacter`*-Infektionen`:cite-ref-abele-37-0[`F5bf`_`[37`#cite-note-abele-37]`_`f]), `*K. aerogenes `* und `*Pluralibacter gergoviae`*. Dabei ist anzumerken, dass es in der Vergangenheit häufiger zu falschen Ergebnissen bezüglich der Unterscheidung von `*E. hormaechei`* und `*Cronobacter`*-Arten gekommen ist.`:cite-ref-fosa-12-7[`F5bf`_`[12`#cite-note-fosa-12]`_`f]`:cite-ref-fomi-15-8[`F5bf`_`[15`#cite-note-fomi-15]`_`f] Von Pneumonien sind v. a. intensivmedizinisch `F33f`_`[beatmete`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Beatmung]`_`f Patienten betroffen.`:cite-ref-med-mb6-16-1[`F5bf`_`[16`#cite-note-med-mb6-16]`_`f] Ein Bericht des ECDC nennt für das Jahr 2016 bei 10 % der auf einer Intensivstation erworbenen Lungenentzündungen `*Enterobacter`*-Arten als Ursache (zum Vergleich: `*`F33f`_`[Pseudomonas aeruginosa`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pseudomonas_aeruginosa]`_`f`* 21 %, `*`F33f`_`[Staphylococcus aureus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Staphylococcus_aureus]`_`f`* 18 %, `*Klebsiella`* spp. 16 % und `*Escherichia coli`* 13 %).`:cite-ref-ecdc-2016-34-2[`F5bf`_`[34`#cite-note-ecdc-2016-34]`_`f]
Bei Infektionen mit `*Enterobacter`*-Arten sollte zunächst ein Antibiogramm zur Abklärung der Resistenzen durchgeführt werden. Häufig werden Ureidopenicilline und Cephalosporine der 3. Generation (z. B. Cefotaxim und `F33f`_`[Ceftazidim`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ceftazidim]`_`f) verwendet, die jedoch bei multiresistenten Arten, die über eine plasmidcodierte Penicillinase oder die plasmidcodierte `*Extended Spectrum β-Lactamase`* verfügen, nicht wirksam sind. Weitere verwendete Antibiotika sind Carbapeneme, `F33f`_`[Chinolone`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Chinolon-Antibiotika]`_`f und Aminoglycoside.`:cite-ref-med-mb6-16-2[`F5bf`_`[16`#cite-note-med-mb6-16]`_`f] Bei `*Enterobacter`*-Arten, die durch die chromosomal codierte AmpC-Beta-Lactamase (in diesem Fall eine Cephalosporinase) resistent sind, werden Carbapeneme empfohlen,`:cite-ref-pmid26542304-38-0[`F5bf`_`[38`#cite-note-pmid26542304-38]`_`f] dabei ist zu beachten, dass auch Resistenzen gegen diese Antibiotikagruppe auftreten können.`:cite-ref-bundesgesbl-2012-33-4[`F5bf`_`[33`#cite-note-bundesgesbl-2012-33]`_`f]
Die meisten Daten zur medizinischen Bedeutung finden sich zur Typusart `*E. cloacae`*. 1966 wurde berichtet, dass sie Patienten im Krankenhaus eher zufällig `F33f`_`[kolonisiert`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Infektion]`_`f, als dass sie für eine Infektion verantwortlich ist. In den 1970er Jahren nahm man an, dass ein bestimmter `*E. cloacae`*-Stamm `F33f`_`[endemisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Endemit]`_`f in einem bestimmten Krankenhaus ist und bei immunsupprimierten Patienten als opportunistischer Erreger Infektionskrankheiten verursacht. `F33f`_`[Hygieneuntersuchungen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hygiene]`_`f zeigten, dass der Stamm über kontaminierte Hände des Pflegepersonals verbreitet wird und es über medizinische Geräte und Flüssigkeiten (z. B. das bei der `F33f`_`[Hydrotherapie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hydrotherapie]`_`f verwendete Wasser, aber auch `F33f`_`[Desinfektionsmittel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Desinfektionsmittel]`_`f mit `F33f`_`[Benzalkoniumchlorid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Benzalkoniumchlorid]`_`f) zu `F33f`_`[Kreuzkontaminationen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kreuzkontamination]`_`f kommt. Nach einer Statistik der `F33f`_`[Centers for Disease Control and Prevention`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Centers_for_Disease_Control_and_Prevention]`_`f (CDC) war `*E. cloacae`* 1975 für 4,6 %, 1984 hingegen für 5,9 % der nosokomialen Infektionskrankheiten in US-amerikanischen Krankenhäusern verantwortlich.`:cite-ref-prokaryotes6-200-9-6[`F5bf`_`[9`#cite-note-prokaryotes6-200-9]`_`f]
>>>Überwachungsprogramme
Um epidemiologisch nutzbare Informationen über Infektionskrankheiten und die daran beteiligten Krankheitserreger zu sammeln, gibt es verschiedene `F33f`_`[Überwachungsprogramme`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Epidemiologische_Überwachung]`_`f (sogenannte Surveillances). Das `F33f`_`[Robert Koch-Institut`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Robert_Koch-Institut]`_`f (RKI) hat 2015 eine `*Übersicht der Surveillance-Systeme für Erreger und Resistenz`* für Deutschland herausgegeben. Dort ist die `*Surveillance der Antibiotika-Anwendung und der bakteriellen Resistenzen auf Intensivstationen`* (SARI) aufgeführt, die vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen am Institut für Hygiene und Umweltmedizin, `F33f`_`[Charité`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Charité]`_`f Berlin und dem Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der `F33f`_`[Universität Freiburg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Albert-Ludwigs-Universität_Freiburg]`_`f organisiert wird. Im SARI-Programm werden Proben auf 13 häufige Erreger und ihre Antibiotikaresistenz untersucht, unter den aufgeführten Bakterien ist auch `*E. cloacae`* zu finden. Die Teilnahme der Krankenhäuser an dieser Surveillance ist freiwillig.`:cite-ref-rki-surveillance-systeme-39-0[`F5bf`_`[39`#cite-note-rki-surveillance-systeme-39]`_`f] Hingegen sind die Vorgaben des `F33f`_`[Infektionsschutzgesetzes`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Infektionsschutzgesetz]`_`f (IfSG) verpflichtend. So ist in § 23 IfSG festgelegt, dass nosokomiale Infektionskrankheiten und Krankheitserreger mit speziellen Resistenzen und `F33f`_`[Multiresistenzen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Multiresistenz]`_`f zu erfassen sind. Die näheren Einzelheiten werden durch die beim Robert Koch-Institut eingerichtete `*Kommission Antiinfektiva, Resistenz und Therapie`* festgelegt und in einer Liste im `F33f`_`[Bundesgesundheitsblatt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bundesgesundheitsblatt]`_`f veröffentlicht. Dort ist unter den aufgeführten Bakterien ebenfalls `*E. cloacae`* zu finden, der zu erfassen ist, sofern eine Einzelresistenz gegen `F33f`_`[Imipenem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Imipenem]`_`f oder `F33f`_`[Meropenem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Meropenem]`_`f beobachtet wurde oder eine Multiresistenz gemäß der `F33f`_`[KRINKO`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=KRINKO]`_`f-Definition für 3`F33f`_`[MRGN`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=MRGN]`_`f bzw. 4MRGN.`:cite-ref-bundesgesbl-2013-40-0[`F5bf`_`[40`#cite-note-bundesgesbl-2013-40]`_`f] Die Abkürzung KRINKO steht für die ebenfalls beim RKI eingerichtete `*Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention`*.
Auch international wurden Überwachungssysteme eingerichtet, beispielsweise das `*European survey on carbapenemase-producing Enterobacteriaceae`* (EuSCAPE). An diesem Surveillance-System sind die 28 `F33f`_`[Mitgliedstaaten der Europäischen Union`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mitgliedstaaten_der_Europäischen_Union]`_`f, Island, Norwegen, sieben (potenzielle) Beitrittskandidaten und Israel beteiligt. Ein 2013 veröffentlichter Zwischenbericht gibt an, dass 28 dieser 38 Staaten ein nationales Surveillance-System für Carbapenemase-produzierende Enterobacteriaceae (CPE) unterhalten, davon wird in 24 nationalen Programmen auch `*Enterobacter`* spp. überwacht.`:cite-ref-ecdc-2013-35-1[`F5bf`_`[35`#cite-note-ecdc-2013-35]`_`f] Ein weiteres europäisches Surveillance-System wird als TESSy (The European Surveillance System) bezeichnet und liefert Daten zu nosokomialen Infektionen, die als Surveillance-Berichte durch das ECDC jährlich veröffentlicht werden und ebenfalls `*Enterobacter`*-Arten berücksichtigen.`:cite-ref-ecdc-2016-34-3[`F5bf`_`[34`#cite-note-ecdc-2016-34]`_`f]
Bei Angaben zum Auftreten von durch `*Enterobacter`*-Arten verursachte Infektionskrankheiten ist die diagnostisch schwierige Abgrenzung der Arten untereinander sowie zu den verwandten Gattungen wie `*Klebsiella`* und `*Cronobacter`* zu beachten. Nach einem Bericht des deutschen `F33f`_`[Krankenhaus-Infektions-Surveillance-Systems`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System]`_`f (KISS) waren `*Enterobacter`*-Arten 2011 für 6,5 % aller nosokomialen Infektionskrankheiten auf Intensivstationen verantwortlich.`:cite-ref-bundesgesbl-2012-33-5[`F5bf`_`[33`#cite-note-bundesgesbl-2012-33]`_`f] Daten aus Surveillance-Programmen bzw. aus Fallstudien bei Ausbrüchen von Infektionskrankheiten auf Intensivstationen liegen für Nord- und Südamerika, Europa und Asien vor.`:cite-ref-infections-41-0[`F5bf`_`[41`#cite-note-infections-41]`_`f]
>>Literatur
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>>Weblinks
Commons
:
Enterobacter
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikispecies
:
Enterobacter
– Artenverzeichnis
>>Einzelnachweise
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